Herbergen und Unterkünfte auf dem Olavsweg

Übernachtungsmöglichkeiten und was eine Übernachtung eigentlich kostet

Übernachtungsmöglichkeiten und was kostet eine Übernachtung eigentlich?

Herbergen, Unterkünfte & Übernachtungen

Die Herbergen und Unterkünfte auf dem Olavsweg sind sehr unterschiedlich. Die meisten der Unterkünfte haben auch Zweibettzimmer, so dass man immer ein eigenes Zimmer bekommt, wenn man zu zweit unterwegs ist. Manchmal schläft man in großen Räumen mit anderen, wie in Ryphusan oder im Gemeindehaus Skaun. Die Unterkünfte haben auf dem Olavsweg eine hohe Bandbreite. Vom ehemaligen Lebensmittelspeicher auf Steinstelzen (Stabbur), über private Unterkünfte (wir haben dreimal AirBnB benutzt), zu Pensionen, Pilgerherbergen und Gemeindehäusern war alles dabei. In Hamar haben wir im Hotel übernachtet. Das Bett war weich, das Buffet groß und wir konnten und eine Nacht ausschlafen und genießen. Wenn man bei AirBnB bucht, lohnt es sich den Host zu fragen, wie weit die Unterkunft vom Olavsweg entfernt ist, denn der Weg kommt dann zweimal zu den Etappen oben drauf. Auch wenn mehrere Hosts den Olavsweg gar nicht kannten, sind alle Norweger so nett, dass sie für uns nachgesehen haben. Fast jede Unterkunft hat übrigens einen eigenen Stempel für den Pilgerpass mit eigenem Motiv – Stempel sammeln gehört zum Übernachten dazu.

Übernachten auf Campingplätzen

Mehrmals übernachtet man in Hütten auf Campingplätzen. In Norwegen haben die meisten Campingplätze feste Hütten zum Mieten. Da im Sommer auch viele Norweger Urlaub machen, lohnt es sich bei den Campingplätzen auf jeden Fall, eine der Hütten ein paar Tage vorab zu reservieren. Wer lieber im eigenen Zelt übernachtet, findet die Regeln dazu auf unserer Seite zum Wildzelten und Jedermannsrecht.

Bargeld in Norwegen

Die Pilgercenter empfehlen 3000 NOK pro Person zur Mitnahme. Wir haben festgestellt, dass man überall Waren mit Karte bargeldlos bezahlen kann. Ausser Hotels und manchen Campingplätzen möchten aber alle Herbergen Bargeld (wenn man kein Norweger ist) - auch wenn man dort Lebensmittel kauft. Insbesondere auf dem Dovrefjell, dem höchsten Abschnitt des Olavswegs, braucht man dann mehr Geld, da hier die Herbergen teurer sind. Der letzte Geldautomat vor dem Dovrefjell ist aber in Otta, nicht in Dovre. Da wir das nicht wussten, mussten wir uns von freundlichen Norwegern nach Dombas und zurück fahren lassen. Zu Übernachtungspreisen haben wir auch einen Artikel.

Reservieren von Unterkünften

Wir waren auf dem Olavsweg im Juli und August unterwegs und die Unterkünfte waren mittelvoll, nicht leer aber auch nicht voll. Trotzdem haben wir zwei bis drei Tage vorher für die nächsten paar Tage reserviert, denn es kann vorkommen, dass plötzlich viele Pilger in einer Unterkunft sind. Oft waren wir allen, aber in der Regel haben wir 2 bis 5 Mitpilger in den Unterkünften getroffen. Mitpilger ohne Reservierung hatten vereinzelt daher keinen Platz und mussten weiterlaufen. Das kann vor allem bei dem Campingplätzen passieren, da hier auch viele Norweger übernachten (Ferien). Auf dem Olavsweg gibt es nicht so viele Unterkünfte wie auf dem Jakobsweg, oft gibt es nur eine Unterkunft alle paar Kilometer. Und die nächste Unterkunft ist dann oft viele Kilometer entfernt.

Olavsweg mit Zelt - Zelten in der schönen Natur

In Norwegen gibt es das Jedermannsrecht, d.h. man kann überall in der Natur frei zelten, solange man sich an gewisse Regel hält, die z.B. fürs Feuermachen gelten. Darüber hinaus muss man etwa Abstand zu bewohnten Häusern und Höfen halten. Die Pilgercenter geben hier gerne genauere Hinweise. Da die Unterkünfte in Norwegen nicht ganz billig sind, ist das Zelten eine echte Alternative, vor allem weil es viele wunderschöne Plätze an Bächen, Lichtungen und Seen gibt. Beachten sollte man dass man dann eventuell auch Kocher, mehr Essen, einen dickeren Schlafsack und ein Zelt braucht, was alles ein paar zusätzliche Kilo mit sich bringt. Und man braucht keine Angst zu haben, dass man vom Bär geweckt wird. Wir haben aber eine junge Frau getroffen die das alles problemlos hinbekommen hat. Wir bewundern sie noch heute dafür. Wer wer wissen will, muss mein Buch lesen :-)

Duschen und Waschen

Duschmöglichkeiten auf dem Pilgerpfad gehen von Gemeinschaftsduschen auf Campingplätzen bis zu eigenen Duschen im Zimmer. Wir hatten Duschen und Bad auch manchmal in unserer Hütte oder haben bei den Herbergseltern die privaten Bäder benutzt. Manchmal sind es Außentoiletten. Auf einem Campingplatz kosteten die Duschen Geld, ansonsten waren sie frei. Meistens sind die Duschen mit Flipflops ganz gut benutzbar. Einmal war die Dusche im gleichen Gebäude wie der Kuhstall und zweimal mussten wir ein Plumpsklo benutzten. Generell aber war es viel besser als wir es uns vorher vorgestellt hatten.

Unsere Wäsche haben wir jeden Abend mit Naturseife gewaschen, ausgewrungen und dann getrocknet. So konnten wir die Anzahl der Unterwäsche-Stücke und Kleidung gering halten.

Unterkünfte die ins besonders in Erinnerung geblieben sind

  1. Ringen Rehabilitationscenter (wegen der Aussicht)
  2. Johannesgården (wegen des tollen Gartens und des günstigen Einkaufs)
  3. Bittes Gjestehus in Ringebu (wegen der Gastgeberin)
  4. Sundet Gård (himmlisches Frühstück in toller Atmosphäre mit dem Gastgeber)

Aktuelle Listen von Unterkünften undHerbergen gibt es auf der norwegischen Seite zum Olafsweg: https://pilegrimsleden.no/ - Es ist ratsam sich aktuell zu informieren, da immerwieder Herbergen schließen und neue eröffnen.

Häufige Fragen zu Herbergen und Unterkünften

Muss man Unterkünfte auf dem Olavsweg reservieren?
Reservieren ist empfehlenswert, aber nicht immer Pflicht. Wir haben meist zwei bis drei Tage im Voraus für die nächsten Etappen gebucht, weil es passieren kann, dass plötzlich viele Pilger in einer Unterkunft sind und Pilger ohne Reservierung weiterlaufen müssen. Besonders bei den Hütten auf Campingplätzen ist Reservieren wichtig, da dort im Sommer auch viele Norweger Urlaub machen.
Was kostet eine Übernachtung auf dem Olavsweg?
Eine Übernachtung liegt meist zwischen 300 und 400 NOK (etwa 30–40 Euro) pro Person. Am günstigsten sind Pilgerherbergen und Mehrbettzimmer – unsere billigste Nacht kostete 150 NOK im Mehrbettzimmer, die teuerste 750 NOK im Hotel auf dem Dovrefjell. Wer zeltet und günstig im Supermarkt einkauft, kommt deutlich preiswerter durch.
Kann man auf dem Olavsweg zelten?
Ja. In Norwegen gilt das Jedermannsrecht: Man darf in der freien Natur zelten, solange man Abstand zu Häusern und Höfen hält und die Feuerregeln beachtet. Zelten ist eine echte, günstige Alternative zu den nicht ganz billigen Unterkünften – man braucht dann aber Kocher, mehr Essen, einen wärmeren Schlafsack und ein Zelt, also ein paar Kilo zusätzlich im Rucksack.
Welche Arten von Unterkünften gibt es auf dem Olavsweg?
Die Bandbreite ist groß: Pilgerherbergen, Gemeindehäuser, Hütten auf Campingplätzen, Pensionen, private Unterkünfte über AirBnB, historische Höfe und Hotels. Zu zweit bekommt man häufig ein Zweibettzimmer; manchmal schläft man in großen Gemeinschaftsräumen. Anders als auf dem Jakobsweg gibt es oft nur eine Unterkunft alle paar Kilometer, die nächste kann weit entfernt sein.
Braucht man auf dem Olavsweg Bargeld?
Ja, trotz weit verbreiteter Kartenzahlung. Die Pilgercenter empfehlen etwa 3000 NOK pro Person in bar, denn die meisten Herbergen nehmen von Nicht-Norwegern Bargeld – auch für Lebensmittel. Wichtig: Der letzte Geldautomat vor dem Dovrefjell ist in Otta, nicht in Dovre. Wer das verpasst, steht auf dem teuren Dovrefjell ohne Bargeld da.
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Autorin Stefanie Jarantowski