Wie sicher ist der Olavsweg? Und worauf sollte man wirklich achten?
Der Olavsweg ist ein gut markierter Pilgerweg und für gesunde Wanderer grundsätzlich sicher. Wir sind ihn 2019 gelaufen, ohne je in eine echte Notlage zu geraten. Das größte Risiko sind dabei nicht die Tiere, über die man sich vorher oft die meisten Gedanken macht, sondern Wetter, Kälte und das Gelände – besonders in den Bergen und auf dem Dovrefjell.
Diese Seite bündelt die wichtigsten Sicherheitsthemen. Für die Details zu Tieren haben wir eigene Seiten zu Bären und Mücken und zu den gefährlichen Tieren in Norwegen.
Präge dir die norwegischen Notrufnummern ein:
Sehr empfehlenswert ist die kostenlose App „Hjelp 113“: Sie zeigt den Rettungskräften im Notfall deinen genauen Standort. Trage dein Handy immer geladen bei dir und nimm eine Powerbank mit – Steckdosen gab es bei uns fast überall, aber eben nicht auf dem Weg. Wichtig: Der Handyempfang ist in Wander- und Berggebieten lückenhaft. Lade dir Karten offline herunter und prüfe vorab die Netzabdeckung deines Anbieters.
In Norwegen kann das Wetter schnell umschlagen. An einem einzigen Tag sind von 30 °C bis unter 10 °C große Sprünge möglich, in den Bergen kommen Wind und Regen dazu. Unterkühlung ist damit die realistischere Gefahr als jedes Tier.
Mehr dazu, wann es sich am besten läuft, steht auf unserer Seite zur besten Reisezeit und zum Wetter.
Der Olavsweg kreuzt viele Bäche und Flüsse. Flache Furten sind meist harmlos – nach Regen oder Schneeschmelze können sie aber gefährlich anschwellen und reißend werden. Wenn du queren musst:
Der Abschnitt über das Dovrefjell ist der anspruchsvollste und wetterexponierteste des ganzen Weges. Hier gilt besondere Vorsicht:
Die großen Raubtiere (Bär, Wolf, Vielfraß) leben im Osten und Norden Norwegens, fern vom Weg, und sind extrem scheu. Realistischer sind:
Die ausführliche Einordnung mit Karten steht auf unseren Seiten zu Bären und Mücken und den gefährlichen Tieren in Norwegen.
Leitungswasser in Unterkünften ist bedenkenlos trinkbar – wir haben unsere Flaschen morgens aufgefüllt, oft an Wasserhähnen auf Friedhöfen. Bei Wasser aus der Natur gilt: fließendes ist sicherer als stehendes, und man sollte Bäche nahe Weiden, Hütten oder in Jahren mit vielen Nagetieren meiden. Im Zweifel abkochen. Als wir liefen, gab es regional eine Warnung vor einer durch Nagetiere übertragenen Krankheit – dann trinkt man besser nicht direkt aus dem Bach. Mehr zum Thema auf unserer Seite zu Verpflegung und Wasser.
Der Olavsweg lässt sich gut allein gehen (mehr dazu auf unserer Seite zum Solo-Pilgern). Egal ob allein oder zu zweit, ein paar einfache Dinge erhöhen die Sicherheit deutlich:
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