Die Beste Jahreszeit und Reisezeit für den Olavsweg

Von Juni bis September auf dem Olavsweg unterwegs

Beste Jahreszeit

Wann ist die beste Zeit für den Olavsweg? Wie ist das Wetter auf dem Olavsweg? Fragen die man sich stellt wenn man noch nie in Norwegen war.

Die meisten Herbergen öffnen im Juni und schließen im September. Außerhalb dieses Zeitraums wird es mit den Übernachtungen schwierig. Mit viel Erfahrung kann man sicherlich auch außerhalb dieser Zeiten zelten, muss sich aber auf Schnee einstellen. Noch weiter im Frühling – etwa im März - ist der Weg in der Regel nicht begehbar. Mitpilger haben von Wegen berichtet, die im Mai knietief unter Wasser standen und sie dann im Mai wegen starkem Schnee auch nicht über das Dovrefjell konnten und die Pilgerwanderung in Dovre abgebrochen haben. Für den Herbst gilt das Gleiche, Schneefall und Regen erschweren das Laufen ungemein. Kann man den Olavsweg im Winter laufen? Nur mit der richtigen Schneeausrüstung, viel Erfahrung und auf sich allein gestellt.

Reisezeit St. Olavsweg – Juli und August

Eine beste Jahreszeit gibt es nicht. Für die meisten ist aber die beste Reisezeit im Juli und August für den Olavsweg. Ende Juli ist immer das Olavsfest in Trondheim. Viele Pilger laufen so, dass sie dann zu diesem Zeitpunkt in Trondheim ankommen. Daher ist der Olavsweg vor dem Fest auch etwas voller. Wenn man mehr Mitpilger mag, läuft man zum Olavsfest. Wenn man es leerer mag, läuft man so dass man erst im August in Trondheim ankommt.

Wetter auf dem Olavsweg

Als wir im Juli und August (20.7. – 18.8.) dreißig Tage auf Olavsweg unterwegs waren, haben wir an Wetter alles erlebt was die Natur hergibt. An manchen Tagen hatten wir Temperaturen über 30 Grad im Schatten, wolkenlosen Himmel und eine brennende Sonne auf steilen Anstiegen. Wir hatten nicht geglaubt, dass Norwegen so sonnig und so warm sein kann.

An mehreren Tagen sind wir aber von morgens bis abends durch strömenden Regen gelaufen, bis wir vollkommen durchnässt waren (besonders die Schuhe und der Rucksack trotz Überzug). Oft gab es zumindest kurze Schauer. Auf dem Dovrefjell kamen wir in einen Sturm mit starken Winden, Eisregen und Schneefall (im August!) mit einer Chill Temperatur weit unter null und keinem Wind- oder Regenschutz weit und breit. Der Wind hat unsere Kleidung flattern lassen und wir konnten nichts sehen. An der berühmten Steinpyramide auf dem Fjell hat es gehagelt. Und manchmal sind wir durch Nebel und durch niedrige Wolken gelaufen. Öfter war der Himmel aber angenehm blau mit Wolken überzogen und es hat nicht geregnet, das optimale Wetter zum Pilgern.

Das bedeutet auf dem Olavsweg muss man mit jedem Wetter rechnen, es gibt kein bestes Reisewetter. Pilgern ist nicht Wandern. Dem Pilger bleibt keine Wahl. Er wählt nicht den schönsten Weg, er läuft den Olavsweg. Er wählt nicht die schönste Kleidung, er trägt was er hat. Er wählt nicht das schönste Wetter, er läuft bei jedem einfach Wetter los.

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Autorin Stefanie Jarantowski