Kosten und Einkaufen auf dem Olavsweg

Was kostet der Olavsweg? Wo kauft man ein ? Wie kann man Geld sparen?

Kosten der Verpflegung auf dem Olavsweg

Über die Verpflegung haben wir uns im Vorfeld viele Gedanken gemacht, zu viele. Am Ende war es nicht so schwer wie wir uns das vorgestellt hatten. Trotzdem ist das Einkaufen und Mittragen von Essen eine dauernde Aufgabe auf dem Olavsweg.

Den Großteil seiner Verpflegung kauft man im Supermarkt. Alle zwei Tage kommt man in der Regel an einem Supermarkt vorbei. Es gibt mehrere norwegische Supermarktketten und nach ein paar Versuchen findet jeder seinen Liebling. Wir haben meist bei Kiwi gekauft. Manche Supermärkte haben auch am Sonntag geöffnet, die meisten aber geschlossen. Da man auf dem Olavsweg schnell das Zeitgefühl verliert, wird man manchmal von einem Sonntag überrascht.

Neben Brot und Käse haben wir immer Fisch und Flatbrød und andere norwegischen Spezialitäten gekauft. Gekochte Eier haben uns oft noch Energie zwischendurch gegeben. Äpfel waren immer eine Erfischung. Als Geheimtipp gilt Kartoffelbrei. Sehr wenig Gewicht im Rucksack und wird mit heißem Wasser eine große Portion, die satt macht. Die Auswahl an Fertigpasta aus der Tüte (wenig Gewicht) ist in Deutschland deutlich größer. Und Kvikk Lunsj durfte nicht fehlen.

Eine Packung Bonbons hilft auch über so manchen Schmerz und so manches Motivationsloch hinweg.

Kosten und Preise Übernachtung

Norwegen ist generell teurer als Deutschland. Grob über den Daumen ist hier alles doppelt so teuer wie in Deutschland. Kostet ein Bier bei uns im Restaurant 4 Euro, kostet es in Norwegen 8 Euro. Dies gilt genauso für Lebensmittel aus dem Supermarkt und auch für Übernachtungen. Pilgerherbergen sind dabei am günstigsten, Hotels sind am teuersten in Norwegen. Doppelzimmer sind teurer als Mehrbettzimmer. In Pilgerherbergen kann man oft für Bettzeug und Handtücher extra bezahlen. Manchmal kann man Frühstück und ein Lunchpaket mitbuchen. Am günstigsten auf unser Pilgerreise war Ryphusan im Mehrbettzimmer auf einer urigen „Almhütte“. Dort kostete eine Übernachtung pro Person 150 NOK. Am teuersten war ein Hotel auf dem Dovrefjell ohne Frühstück und kostete mit Reservierung 750 NOK pro Person (ohne Reservierung aber dafür mit Risiko kein Bett zu bekommen ist es günstiger). Ein sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis hatten die AirBnB Übernachtungen. Meistens lagen unsere Übernachtungskosten zwischen 300 und 400 NOK pro Person.

Essen in Unterkünften und Restaurants

Unterkünfte bieten manchmal Frühstück, Abendessen oder Lunchpakete an. Mehrmals haben wir davon Gebrauch gemacht. Dann mussten wir das Essen nicht kaufen, den Einkauf nicht einplanen und das Essen nicht mit uns tragen. Es ist uns aber auch passiert, dass der Pilgerführer Abendessen und Frühstück ankündigte, vor Ort gab es dann aber nichts. Oder es waren nur Süßigkeiten in einem Campingplatzkiosk. Wenn Herbergen Lebensmittel zum Kauf angeboten haben, was auch selten vorkam, dann rangierten die Preise von Supermarkt bis exorbitant.

Olavsweg Kosten

Restaurants sind in der Regel sehr teuer und wir fanden das Essen auch nicht außergewöhnlich gut. Der Preis ist zwei bis dreimal so hoch wie in Deutschland. Der Fisch war immer gut und in Lillehammer haben wir uns eine Pizza gegönnt. Aber auch das Essen im Supermarkt ist nicht billig. Generell ist hier alles doppelt oder dreifach so teuer wie in Deutschland. Wenn man Übernachtungen und das Essen (3x pro Tag) einrechnet, ist der Olavsweg leider keine billige Angelegenheit. Durch Zelten (und nur in manchen günstigen Unterkünften übernachten für Duschen und ein weiches Bett) und mit günstigem Essen sollte aber jeder den Olavsweg laufen können.

Outdoor Essen und Energieriegel

Für den Notfall hatten wir von zuhause (geschmackvolle) Energieriegel dabei, so manches Mal war ein Energieriegel dann auch unser Frühstück oder Mittagessen, weil wir nichts einkaufen konnten. Das Outdoor Essen, das wir zur Sicherheit dabeihatten (4 leichte Tüten), hat uns auch so manchen Abend gerettet. Der Vorteil ist dass man nur für das Outdooressen nur einen Wasserkocher braucht und keine Töpfe wie für normales Tütenessen. Und es hat überraschend gut geschmeckt.

Wasser und Trinken auf dem Olavsweg

Zur Motivation und um wieder zu Kräften zu kommen haben wir manchmal Cola oder Montain Dew getrunken, ansonsten viel Wasser. Wir hatten zu zweit drei Liter Flaschen - Plastik (Tritan) wegen dem Gewicht -für Wasser dabei und morgens die Flaschen aufgefüllt. Als wir den Olavsweg liefen, gab es eine Hasenkrankheit in Teilen von Norwegen und so wurde uns vom Trinken aus Bächen abgeraten. Aber der Olavsweg kreuzt ansonsten viele Bäche, Flüsse und Seen.

Verlässlich zum Nachfüllen an heißen Tagen (gibt es in Norwegen!) haben wir Friedhöfe genutzt. Dort gibt es Wasserhähne mit frischem Wasser und oft eine Bank im Schatten. Gab es keine Friedhöfe, kann man auch Leute im Garten fragen oder an Häusern klingen. Die Norweger sind nette und hilfsbereite Menschen.

Alkohol gibt es in Norwegen nur in besonderen Geschäften. Bier gibt es bis 4.5% im Supermarkt (so hat jede Marke Bier mit 4.5% im Angebot, auch wenn das gleiche Bier in Deutschland 5.2% hätte). Abends und am Sonntag wird kein Alkohol verkauft. Wir haben öfter alkoholfreies Bier gekauft, Munkholm fanden wir am besten. Da Bier recht teuer ist in Norwegen, haben wir das billigste gekauft, wenn wir welches (selten) trinken wollten. Und das war dann meist Hansa Pilsner.

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Autorin Stefanie Jarantowski